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Fibrome

Fibrom am Auge

Courtesy of Dr. A. Mihaileanu, MD

Warum entstehen Fibrome?

Fibrome sind gutartige Knoten („Neubildungen“), die aus Binde- oder anderem Stützgewebe bestehen. Ein Fibrom ist Ausdruck einer überschießenden Aktivität von Zellen, die Bindegewebe bilden, den sogenannten Fibroblasten. Diese Zellen befinden sich in allen Bindegeweben des menschlichen Körpers. Ein Fibrom ist gutartig, also kein Krebs.

Wo kommen Fibrome vor? Fibrome kommen in der Regel vereinzelt und nur an bestimmten Stellen des Körpers vor; wenn sie sich hingegen über den ganzen Körper erstrecken, sprechen Mediziner von Fibromatose.

 

Meist entsteht ein Fibrom ohne erkennbare Ursache auf der Hautoberfläche. Eine Behandlung ist häufig nicht erforderlich, da Fibrome in der Regel keinerlei Beschwerden verursachen. Trotzdem empfiehlt es sich, vor allem bei neu aufgetretenen Knoten, einen Arzt aufzusuchen – harmlose Fibrome kann er oft schon auf einen Blick erkennen.

Formen und Arten

Fibrom: Stielwarze

Weiche Fibrome (Fibroma molle) sind meist mit Stiel versehene Ausstülpungen (Fibroma pendulum) der Haut, die sich sonst im Aussehen nur wenig bis gar nicht vom umliegenden Gewebe unterscheiden. Diese Anhängsel befinden sich bevorzugt an den Augenlidern, am Hals oder an den Achseln fast jeden Menschens im mittleren Alter. Sie können wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß und manchmal auch bräunlich gefärbt sein. Bei weichen Fibromen spricht man auch umgangssprachlich von Stielwarzen, da sie häufig stielartig von der Haut abstehen.

Hartes Fibrom

Harte Fibrome (Fibroma durum) ragen hingegen nur gering über das Hautniveau heraus (Papel), da sich das Bindegewebe hier in einer tieferen Hautschicht vermehrt. Sie können hautfarben, rosa oder braun gefärbt sein und treten vornehmlich an den Beinen auf.

 

 

Symptome

Ein Fibrom steht meist von der Haut ab, deshalb wird es auch als Stielwarze bezeichnet. Meist sind die Hautwucherungen hautfarben oder dunkler. Werden sie allerdings gedreht, kann es passieren, dass Blutgefäße verletzt werden und sie deshalb blau-rötlich oder sogar schwarz anlaufen. Vor allem sehr große oder besonders viele Fibrome können das Aussehen erheblich beeinträchtigen. Manche Fibrome gehen mit Symptomen wie einer Schmerz- und Druckempfindlichkeit einher, wenn sie berührt werden.

Behandlung

Um eine genaue Diagnose zu stellen, kann der Arzte  die Geschwulst mit einem speziellen Lupeninstrument (Dermatoskop) genauer untersuchen. Wenn weiterhin keine Klarheit besteht, ob es sich um ein Fibrom handelt oder nicht, kann eventuell ein Dermatologe eine Gewebeprobe (Biopsie)entnehmen. Dabei wird in der Regel die Geschwulst in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vollständig entfernt und das Gewebe anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Da Fibrome häufig an sichtbaren Stellen des Körpers liegen, können sie ein ästhetisches Problem darstellen. Falls nötig, kann eine Stielwarze zur Behandlung operativ entfernt werden. Die Entfernung eines Fibroms ist wenig aufwendig und komplikationsarm. Trotzdem sollten Sie es auf jeden Fall vermeiden, Stielwarzen selbst zu entfernen, da hierbei eine höhere Infektionsgefahr gegeben ist.

Darüber hinaus gibt es ein nicht inversives Verfahren der Haut um Warzen zu entfernen.

Papillom

Das Papillom ist ein gutartiger Tumor, der von den obersten Haut- oder Schleimhautschichten eines Organismus ausgeht. Papillome werden zum Beispiel an der Haut der Körperoberfläche, in den ableitenden Harnwegen, in den Ausführungsgängen der weiblichen Brustund anderer Drüsen oder an den Schleimhäuten von Mund, Nase, Nebenhöhlen oder im Magen-Darm-Trakt (villöses Adenom) gefunden. Papillome haben ein blumenkohlartiges Aussehen und können bis zu 1 cm groß werden. Bei der histologischen Untersuchung sieht man ein gefäßführendes, fingerförmig verästeltes Stroma mit regelrechtem oberflächlichem Plattenepithel. Als Ursache werden Virusinfektionen oder mechanische Irritationen vermutet.