Tattooentfernung ohne Laser

Die Tattooentfernung mit Laser ist den meisten Menschen mittlerweile bekannt. Nicht selten wird sie als unangenehm empfunden, aber dennoch als notwendiges Übel, um sich von einem nicht mehr gewünschten Tattoo vollständig zu trennen. Folgende Alternativen können bedingt empfohlen werden:

Die Alternativen zum Laser

Mittlerweile gibt es allerdings mehrere Methoden der Tattooentfernung ohne Laser. Diese haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wenn Sie sich von Ihrer Tätowierung verabschieden möchten, sollten Sie sich umfassend über die Ihnen zur Verfügung stehenden Wege informieren. Nur dann sind Sie in der Lage, die beste Entscheidung zu treffen – in Absprache mit Ihrem Behandler.

Methode 1: Das “Übertätowieren” (Cover Up)

Vielleicht haben Sie nur ein kleines, einfaches Tattoo. Falls Sie trotz Ihrem Trennungswunsch Tattoos gegenüber aufgeschlossen sind, können Sie sich für ein Cover Up-Tattoo entscheiden. Ein erfahrener Tätowierer setzt das größere, auffälligere Tattoo über Ihren vorhandenen Körperschmuck. Hierbei kommt es darauf an, Größe und Farbwahl so zu treffen, dass von dem alten Tattoo optisch nichts mehr übrig bleibt.

Vorteile von Cover Up

– Kostengünstig
– Schnell
– Für Tattooliebhaber perfekt

Nachteile von Cover Up

– Großes Tattoo im Ergebnis
– Keine Tattooentfernung!

Methode 2: Die Entfernung mit Strom (Diathermie)

Die Zuführung von Hitze ist eine Methode, den Farbstoff in der Haut zu zerstören. Dies ist durch die Zuleitung von elektrischem Strom möglich, der die Haut erhitzt. Die Farbe verbrennt (das gilt allerdings auch für die sie umgebenden Hautzellen). Im Verlauf der Regenerierung der Haut werden Pigmente und Hautzellen abgestoßen, sodass das Tattoo nach und nach abgebaut wird.

Vorteile der Diathermie

– Jede Farbe entfernbar

Nachteile der Diathermie

– Risiko von Narben
– Lokale Narkose der Haut erforderlich
– Verbrennung umgebender Hautzellen
– Schmerzen im Heilungsprozess
– Kein schnelles Ergebnis (Heilung benötigt Monate)

Methode 3: Die Hautabschleifung (Dermabrasion)

Bei der Hautabschleifung handelt es sich um ein älteres Verfahren der Tattooentfernung, das allerdings in der heutigen Zeit mit moderneren medizinischen Mitteln durchgeführt werden kann. Hierbei werden die oberen Schichten der Haut (Epidermis) entfernt und damit auch der Farbstoff des Tattoos. Das Entfernen geschieht mithilfe einer Fräse oder eines Sandstrahlgeräts.

Vorteile der Dermabrasion

– Entfernung aller Farben
– Kein Verbrennen oder Verätzen der Haut
– Kontrolle über den mechanischen Vorgang durch den Behandler

Nachteile der Dermabrasion

– Risiko von Narbenbildung
– Erfordernis einer lokalen Narkose der Haut
– Nicht bei jeder Tätowierung möglich

Methode 4: Das chemische Peeling

Beim chemischen Peeling wird die Haut mithilfe einer aufgetragenen Substanz behandelt. Hierzu wird zum Beispiel konzentrierte Fruchtsäure verwendet, die auf die Haut aufgetragen wird. Durch die Einwirkung der Säure schälen sich obere Hautschichten ab. Da die Säure nicht bis zur Hautschicht vordringt, die die Pigmente der Tätowierung enthält, ist nach dem Abschälen der oberen Haut eine weitere Behandlung erforderlich. Die Entfernung der Pigmente geschieht hier durch einen Sandstrahl, durch Wasser oder durch den Einsatz weiterer Chemikalien.

Vorteile des chemischen Peelings

– Bei jeder Farbe möglich

Nachteile des chemischen Peelings

– Risiko von Narben
– Erfordert eine lokale Narkose der Haut
– Anschließender längerer Heilungsprozess
– Beschädigung umliegender Hautschichten